Unsere VDP.Grosse Lagen®

KIESELBERG | DEIDESHEIM

Mit dem Jahrgang 2015 erstmalig bei Reichsrat von Buhl als VDP.Grosses Gewächs® verkauft. Die Lage ist seit langem als VDP.Grosse Lage® klassifiziert, doch wir hatten uns entscheiden zu warten, bis die Reben in unserer top Parzelle zehn Jahre alt sind und entsprechend tief wurzeln.

Boden: Buntsandstein mit großem Anteil von Kieselsteinen, die vor über 1000 Jahren vom Rhein angespült wurden, und auf dem Plateau des heutigen Kieselbergs liegen geblieben sind.

Fläche Buhl: 3,59 Hektar
Gesamtfläche: 15,7 Hektar, [Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]

REITERPFAD "IN DER HOHL" | RUPPERTSBERG

Seit dem Jahrgang 2014 produzieren wir in der VDP.Großen Lage „In der Hohl“ wieder ein VDP.Großes Gewächs®. Die lange Pause rührte daher, dass der gesamte Reiterpfad (mit Ausnahme unserer Parzelle im Hofstück) erst 2004 wieder neu bestockt wurde und wir den Rebstöcken die nötige Zeit geben wollten, um sich tief in den Boden hinunterzuarbeiten und Trauben mit Terroircharakter zu produzieren.

Boden: Vor Millionen von Jahren kam es dort, wo sich heute die Westgrenze unserer Weinberge befindet, zu einem gewaltigen Einbruch der Landschaft, der Rheingrabenbruch. Schicht auf Schicht lagerte hier das Meer seine Sedimente ab. Als sich im Äonen später die Berge der Haardt an dieser Stelle erhoben, kam eine kalkhaltige Sedimentscholle zu Tage, die heute die einzigartige Bodenbeschaffenheit bestimmt. Weiterhin ist es das Mikroklima, das den Wein so besonders werden lässt. In Süd, West und Nord schützen Sandsteinmauern bzw. Bebauungen den Weinberg. Dieser Schutz wirkt sich zweifach positiv auf den Wein aus. So schützen die Mauern den Weinberg gegen Spätfröste und sorgen ebenso im Sommer für eine natürliche Beschattung, die dazu beiträgt, dass ein markantes Merkmal des Reiterpfads seine subtile Säurestruktur ist.

Fläche Buhl: 0,62 Hektar
Gesamtfläche: 77,4 Hektar (Gesamt Reiterpfad), [Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]

REITERPFAD "HOFSTÜCK" | RUPPERTSBERG

Diese exklusive Parzelle hat bei Reichsrat von Buhl schon immer einen hohen Stellenwert gehabt. Einen sehr hohen, genau genommen, denn hier wurde 1997 das erste von Buhl’sche Große Gewächs produziert. Unsere 0,9 Hektar umfassende Parzelle ist das einzige Stück im 78 Hektar großen Reiterpfad, das nicht flurbereinigt wurde. Es ist Teil der Gewanne Hofstück, und doch ist diese Parzelle ein ganz eigenständiges Filetstück. Aktuell haben wir 0,6 ha im Ertrag, da ein Drittel der Fläche erst 2017 nach zwei Jahren Brache neu bestockt wurde und noch nicht im Ertrag ist. Seit dem Jahrgang 2014 bekommt unser Hofstück ein Jahr länger im Keller zur Reife gewährt.

Boden: Nach Westen schirmt eine bis zu 3 Meter hohe Sandsteinmauer die Lage ab, die östliche Neigung findet ebenfalls an einer Mauer seine Begrenzung, genau wie nach Norden hin. Im Süden trennt ein begrünter Graben unser Hofstück von der benachbarten Parzelle. Unter der Oberfläche befindet sich ein Kalksteinsockel, der Boden selbst ist durchsetzt mit Buntsandstein, Löß und vereinzelt ein bisschen Basalt,
der vor 150 Jahren in die Lage getragen wurde.

Fläche Buhl: 0,9 Hektar
Gesamtfläche: 77,4 Hektar (Gesamt Reiterpfad),
[Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]

FREUNDSTÜCK | FORST

Das Freundstück - die kleinste der Forster Lagen ist direkt am Ortsrand zwischen Kirchenstück und Ungeheuer gelegen, verfügt ebenfalls über einen erstklassigen Boden und ist in jeder Hinsicht ein „grand cru“. Die Ursprungsgewanne „Freundstück“ ist mit 1,6 Hektar im Alleinbesitz von Reichsrat von Buhl. Bedingt durch eine radikale Selektion der allerbesten Trauben für unser Grosses Gewächs durch Teilung in einen steilen oberen sowie flachen unteren Teil des Weinbergs ist die Menge unseres VDP.Grossen Gewäches sehr limitiert und zeichnet sich dadurch als unser burgundischstes GG aus.

Boden: Sandiger Ton und Lehm, Kalksteingeröll, Basalt. Buntsandstein mit etwas Kalkgeröll, Basalt an der Oberfläche.

Fläche Buhl: 1,6 Hektar
Gesamtfläche: 3,53 Hektar, [Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]

UNGEHEUER | FORST

Das Bonmot Bismarcks vom „Ungeheuer“ der ihm ungeheuer schmeckte, ist ein Topos der deutschen Weingeschichte. Von Buhl ist im Alleinbesitz des Gewanns Ungeheuer, das Namensgeber der VDP.Grossen Lage Ungeheuer war.

Boden: Sandiger Ton und Lehm, stellenweise Kalksteingeröll. Komplex, so beschreibt man die Bodenstruktur der gerühmten Lage an der Mittelhaardt am besten. Typische Sandsteinverwitterungen mit dichteren Ton- und Sandschichten, teilweise mit Kalkanteilen versetzt. Basaltgestein versorgt die Reben mit der notwendigen Wärme und Mineralität. Eine massive Kalkplatte in einer Tiefe von ca. 2 m sorgt für eine sehr effiziente Wasserversorgung. Die Summe aller Faktoren ist der Grund für die Mächtigkeit und Länge der Weine aus dem Ungeheuer.


Fläche Buhl: 5,63 Hektar
Ursprungsgewanne Ungeheuer: 2,8 Hektar
Gesamtfläche: 33 Hektar, [Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]

PECHSTEIN | FORST

Für uns ist Pechstein die markanteste Lage der Pfalz. Nirgends gibt es mehr Basalt und nirgends kommt der Basalt so deutlich zum Vorschein wie in einem Wein aus der Lage Pechstein. Es ist der schwarze asalt, das mineralische Erbe des Pechsteinkopfs, der dem hier wachsenden Wein eine ganz und gar unverwechselbare Note verleiht. Ein komplettes Hektar verwenden wir seit dem Jahrgang 2013 für einen exklusiven Sekt, der frühestens 2024 auf den Markt kommen wird, der uns aber bereits heute Gänsehaut beschert.

Boden: Ein ehemals aktiver Vulkan, der Pechsteinkopf oberhalb von Forst, verteilte vor Urzeiten große Mengen von vulkanischem Gestein. Im Untergrund der Lage befinden sich daher mehrere Balsaltadern, die sich am Ende des Tals wie ein Fächer ausdehnen. Loses Basaltgeröll an der Oberfläche sowie roter Buntsandstein-verwitterungsboden und sandiger Lehm. In ca. 2 m Tiefe befindet sich, wie in vielen Forster Lagen, Ton- und Kalkschichten. Der Anteil an Ton und Lehm im Pechstein hat eine hohe Wasserkapazität der Böden zur Folge, daraus lässt sich eine hohe Mineralisierung und perfekter Wasserhaushalt während der Vegetationsperiode ableiten. Eine großartige physiologische Reife ist das Ergebnis.

Fläche Buhl: 4,25 Hektar (inkl. 0,83 ha Brache)
Gesamtfläche: 15,7 Hektar, [Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]

JESUITENGARTEN | FORST

In der von Bayern in ihrer Lagenklassifizierung von 1828 zweithöchstbewerteten Lage Jesuitengarten stehen uns derzeit für unser Grosses Gewächs Reben der Pflanzjahre 1987 und 2004 zur Verfügung. Die Parzelle aus dem Pflanzjahr 1979, die noch bis zum Jahrgang 2015 in der Cuvéetierung dabei war, hatten wir gerodet, zwei Jahre brach liegen lassen und 2019 neu bestockt. In acht bis zehn Jahren kommt diese Fläche dann wieder zum Großen Gewächs dazu. Somit ist die Menge leider auf absehbare Zeit sehr begrenzt.

Boden: Sandiger Lehm, Sandsteingeröll, mergeilger Ton, Basalt. In der Bodenformation unterscheidet sich der Jesuitengarten vom Kirchenstück nur durch eine etwas höhere Konzentration an Basalt. Die offenere Lage lässt an warmen Sommerabenden kühle Luftströme durch den Weinberg ziehen und damit die Säure Etwas ausgeprägter ausfallen als im Kirchenstück.

Fläche Buhl: 1,82 Hektar
Gesamtfläche: 6,8 Hektar, [Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]

KIRCHENSTÜCK | DEIDESHEIM

Die mannshohe Sandsteinmauer, die die Lage schützend umschließt, gibt Wärme, die tagsüber gespeichert wurde, in der Nacht wieder an die Reben ab. Zusammen mit den reichhaltigen Böden aus Sandstein, Kalkgeröll, Basalt und Löß erklärt dies die volle Reife des sinnlichen Weines. Es hat schon einen Grund, dass das Forster Kirchenstück die höchstbewertete Lage der Pfalz in der Lagenklassifikation von 1828 war... Mit 0,86 Hektar verfügt Reichsrat von Buhl über die größte Fläche in der höchstbewerteten Lage der Pfalz. 65 von 65 Punkten vergaben die Prüfer anno 1828 dieser einzigartigen Lage. Von den beiden von Buhl’schen Parzellen ist aktuell nur die 1985 bestockte Fläche mit 0,4 Hektar im Ertrag, die andere Hälfte wurde 2018 nach zwei Jahren Brache neu bestockt und wird wohl erst in zehn Jahren in unser Kirchenstück einfließen.

Boden: Sandiger Ton, Tonmergel, Lehm, Kalksandsteingeröll, Basalt.

Fläche Buhl: 0,87 Hektar
Gesamtfläche: 3,6 Hektar, [Quelle: Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, www.lwk-rlp.de]