UNSER ERNTEBERICHT 2019

2019 ein außergewöhnliches und vielversprechendes Jahr - Bestechende Qualität der Trauben:

Im Rückblick auf das Jahr 2019 schauen wir auf die eigenen Aufzeichnungen, die amtliche Statistik und unsere Erinnerung. Zum einen machen wir dies aus Erzeugersicht, aber auch ein bisschen aus Sicht der Rebe.

Zunächst ging das Jahr 2018 überaus trocken zu Ende. Die Winterbegrünung, eingesät, um den Humusanteil im Boden zu erhöhen und um einen Beitrag für mehr Artenvielfalt im Wingert zu leisten, wartete mit dem Wachstum bis zum einsetzenden Regen im Dezember. Die Hoffnung auf weitere feuchte Monate, die für das Auffüllen der Wasservorräte in tieferen Bodenschichten wünschenswert gewesen wären, wurde bereits im Februar zunichte gemacht. Infolge gemäßigter Temperaturen ohne längere Kältephasen begann der Austrieb der Reben dann am 20. April zu einem üblichen Zeitpunkt.

Nachdem wir aufgrund von Bodenfrost am 29. April und 7. Mai zweimal richtig tief Luft holen mussten, ging es im Mai weiterhin verhalten und eher kühl voran. An einzelnen Rebstöcken gab es Verrieselungen und die Pflanze reagierte, auch auf den überdurchschnittlich hohen Ertrag des Vor-jahres, mit einer verstärkten Einlagerung von Reserven und einem dadurch verringerten Fruchtansatz.

Im Juni begann dann der richtige Sommer und der weitere Jahresverlauf war durch ein knappes Wasserangebot und deutlich höhere Sonneneinstrahlung im Vergleich zu den Vorjahren gekennzeichnet. Durch entsprechende Erfahrung und Maßnahmen unserer Mannschaft konnten wir diese Herausforderung der Natur bestens meistern. Oftmals wurde der Arbeitstag hierfür bereits bei Sonnenaufgang gestartet. Unsere Weinberge wiesen infolgedessen lediglich ein paar durch leichten Hagel aufgeplatzte Beeren und minimalen Sonnenbrand auf.

Rechneten wir, bedingt durch den Witterungsverlauf, noch mit einem Lesebeginn ab Mitte September, so führte die prächtige Entwicklung unserer Trauben im August zu ansprechenden Oechsle- und Säurewerten und am 04. September konnte mit der Chardonnay-Lese für unseren Sektgrundwein begonnen werden. Ohne Pause ging es weiter mit Burgundern und Rieslingen für Sekt, Vorlesen im Gutsweinbereich, gefolgt von Ersten Lagen und Großen Gewächsen. Durch bestes Wetter ging die Entwicklung der Trauben so schnell voran, dass bereits am 30. September – also noch vor den einsetzenden größeren Niederschlägen – Bacchus gefeiert werden konnte. Die Trauben wiesen allesamt eine erstklassige und überragende Qualität auf.

2019 war ein schneller und wunderbarer Herbst, der die routinierten und fleißigen Kräfte im Weinberg und im Keller, aber auch die vielen neuen Kollegen im Weingut sehr stolz macht.

Der Jahrgang 2019 – Erste Eindrücke aus dem Keller:

Ähnlich wie 2018 hatten wir einen relativ frühen Start in die Weinlese, dennoch präsentiert sich der Jahrgang 2019 von einer ganz anderen Seite als sein Vorgänger. Durch den geringeren Ertrag, die zunehmend kühlen Nächte kurz vor und während der Lese konnten wir sowohl die Sektgrundweine als auch die Stillweine mit den erhofften Zuckergehalten und Säurewerten ernten. Die Moste waren von einer kühlen und reintönigen Aromatik geprägt und machten durch ihre lebendige frische Säure einen sehr vielversprechenden Eindruck. Die Gärung ist bei allen Weinen problemlos verlaufen und die jungen Weine beeindrucken uns bereits jetzt durch ihre klare Frucht und einen sehr langen Abgang am Gaumen. Aktuell und noch mindestens bis Februar 2020 dürfen sich die Weine auf der Hefe entwickeln und reifen.

Wir sind davon überzeugt, dass der Jahrgang 2019 im Hause von Buhl durch fantastische Qualität begeistern wird. Freuen Sie sich mit uns auf lang.